Ab und zu gebe ich eine Bestellung ans Universum auf. Das sieht konkret so aus, dass ich in einem Notizbuch ein paar Punkte notiere, die mir am Herzen liegen. So geschah es vor einigen Wochen. Und mitunter stand hier in dicken Lettern:

 

„An inspiring encounter“ – eine inspirierende Begegnung

 

Warum ich es auf Englisch notiert hatte, weiß ich nicht mehr. Es war mein Unterbewusstes, oder auch mein Hohes Selbst, das sich ausdrücken wollte. Rückblickend macht es auch tatsächlich Sinn.

Die letzten beiden Wochen hatten es in sich. Von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt war die gesamte Gefühls-Palette in meinem Leben vertreten. Eine energetische Hochschaubahn par excellence. Komprimiertes Leben könnte man es ebenfalls nennen. Warum eine langsame Transformation, wenn es auch schneller gehen darf. Ein Teil von mir muss es sich so ausgesucht haben.

Nachdem ich gelernt habe, mir meine Energien gut einzuteilen und auf meine innere Stimme zu hören, zog ich mich eine ganze Weile in mein Schneckenhaus zurück,  leckte meine Wunden,  versicherte meinen Freunden, ich würde mich in einem Monat wieder melden, und steckte den letzten Rest an Energie in eine Ausbildung, die mich seit Anfang Mai begleitete. Zu mehr hatte es nicht gereicht. An dem Tag, an dem ich meinen absoluten Tiefpunkt erreicht hatte, schleppte ich mich auf den biologischen Freitagsmarkt in meinem Viertel, wechselte ein paar Worte mit einer guten Seele, die den veganen Stand betreut, und lernte im selben Zuge Madeleine kennen. Es war kein „Zufall“. Sie „fiel mir zu“. Das Universum, oder mein Hohes Selbst hatte meinen seelischen Hilfeschrei gehört und mir einen Engel geschickt. Eine Dame in den Mitt-Sechzigern mit sympathischem Akzent und herzerfrischenden Energien. Eine gebürtige Französin. Noch ein schöner „Zufall“. In Gedanken durchreiste ich sekundenschnell la belle France.

Wir verstanden uns auf Anhieb. Sie muss Teil meiner Seelenfamilie sein. Wie sonst hätte sie mich gefunden? Das Gespräch rutschte auch gleich in eine Tiefe, wo alle Klarheit, Vertrautheit und Verbundenheit zusammenfinden. Sie zog mich allein durch ihre Präsenz aus meinem Gefühlstief in lichtere Sphären. Das ist die natürliche Gabe eines Engels.

Anderntags sollte ihr Geburtstag sein. Ich zögerte nicht, sie zu fragen, ob ich sie in der Konditorei nebenan auf einen Kaffee einladen dürfe. Sie akzeptierte, und wir verbrachten eine gute Stunde, um Geschichten aus unser beider Leben zu teilen. In einem deutsch-französischen Kauderwelsch. Tout beau 🙂

Die wertvollen Informationen, die sie mir schenkte, verwertete ich in den Tagen danach. Ein Anruf eine Woche später ließ die Verbindung erneut aufleben. Heute, da ich neuerdings den Gemüsemarkt aufsuchte und mit der guten Seele vom veganen Stand in ein Gespräch vertieft war, rief sie an. So, als hätte sie es gefühlt. Ob ich gerade Zeit hätte, sie würde mich gerne auf einen Kaffee einladen. Ich war begeistert. Zehn Minuten später war sie da. Beschwingt und gut gelaunt auf ihrem Fahrrad.

Wir saßen auf der Terrasse des Cafés. Diesmal wesentlich entspannter. Mein tiefes Tal hatte ich tapfer durchwandert, und es war wieder hell um mich geworden. Ich erzählte ihr, wie glücklich ich war, dass ich soeben eine Online-Ausbildung in New York erfolgreich abgeschlossen hatte. Woraufhin sie entzückt aufsprang, ins Café eilte und die Kellnerin zur Feier des Tages bat, uns zwei Schwarzwälder-Kirschtorten zu bringen. Das musste gefeiert werden. Hatte sie doch selbst beste Verbindungen in die USA und schrieb auch Bücher in englischer Sprache.

An inspiring encounter – indeed!!!

Es war ein exzellenter Nachmittag. Ihr Gatte muss es gespürt haben, denn plötzlich war er wie aus dem Nichts aufgetaucht, gesellte sich gerne zu uns und übernahm freundlicherweise die gesamte Rechnung. Es folgte eine herzliche Verabschiedung von beiden – mit dem Versprechen auf Fortsetzung.

 

Das Leben antwortet immer – das Universum antwortet immer

 

Ob wir die Antwort hören, und ob wir die Bestellung annehmen, entscheidet unser Herz. Wenn es noch nicht offen ist, dann, weil es seine Gründe hat. Aber wie Rumi so schön sagt:

You have to keep breaking your heart until it opens.

Wir dürfen das Herz so oft brechen, bis wir es öffnen. Dann plumpsen die Antworten des Lebens mitten hinein, werden gehört und verstanden. Und Bestellungen offenen Herzens entgegen genommen. Dann sehen wir auch ausschließlich die Segnungen des Lebens.

 

Es gibt für alles eine Zeit

 

Das Hohe Selbst führt uns verlässlich durchs Leben. Durch schmerzhafte Täler und über herausragende Berggipfel. Durch die Traurigkeiten des Menschseins und seine Freuden. Im Fluss zu sein und zu vertrauen, ist die die große Kunst im Leben. Alles will umarmt werden mit dem Wissen, dass auf eine Traurigkeit immer eine noch größere Freude folgt.

Das Hohe Selbst und die Seele wünschen sich nichts sehnlicher, als dass wir ein Leben führen, das sich gut für uns anfühlt. Ein Leben in Natürlichkeit. Die innere Stimme zeigt uns dafür den Weg.

Ob wir ihr folgen, entscheiden wir selbst. Je öfter wir Erlebnisse haben, die sich gut für uns anfühlen, desto mehr gelangen wir ins Vertrauen und desto öfter entscheiden wir uns für unser Herz.

 

Das wünsche ich auch dir von ganzem Herzen!

Seelenvolle Grüße

Deine Erika

 

PS: Wenn du Unterstützung suchst auf deinem Herzensweg, du deiner inneren Stimme wieder vertrauen möchtest, oder einfach nur Inspirationen brauchst, um wieder im Fluss zu sein, dann melde dich in deiner Traumwerkstatt. Ich begleite deine Reise gerne.

 

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