Jedem von uns ist schon einmal zu Ohren gedrungen, dass, wenn wir Abläufe immer auf dieselbe Weise machen, wir uns über ewig gleiche Ergebnisse nicht zu wundern brauchen. Albert Einstein hat es sehr radikal auf den Punkt gebracht:

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.

In der Theorie scheint das allzu verständlich und nachvollziehbar. In der Praxis wird es dann schwierig, wenn wir neue Ergebnisse erhoffen, und dazu unser Verhalten und unsere Gewohnheiten verändern müssen.

Viele kleine und lieb gewordene Gewohnheiten bestimmen unseren Alltag und unser Leben. Und vielfach ist das gut so, weil wir uns wohl damit fühlen und weil alles, was wir unbewusst und automatisch machen, weniger Energie braucht. Es entgleitet ganz einfach unserer bewussten Kontrolle. Also sind Routinearbeiten oder Routinehandlungen wichtige Anker im Alltag. Sie geben Sicherheit und Struktur. Und das braucht jeder Mensch so sehr wie den Gegenpol an Freiheit, Spontaneität oder Kreativität.

Viele unserer alltäglichen Gewohnheiten sind sinnvoll. Der Griff zur Zahnbürste zum Beispiel. Ein Mittagsschläfchen. Das Checken der Mails. Andere jedoch dienen weder unserem allgemeinen Wohlbefinden, noch unserer eigentlichen Lebensaufgabe. Stundenlanges, wahlloses Fernsehen oder Surfen im Internet. Eine Chips-Packung auf einen Sitz leer zu essen. Sich auf Facebook verlieren (Bei Letzterem nehme ich mich gerne an der Nase 🙂 ).

 

Wir kennen den Spruch aus dem Talmud:

 

Taten und Gewohnheiten formen unseren Charakter und bestimmen in Folge unser Schicksal

 

Womit auch immer wir unzufrieden sind, wir tun gut daran, unsere Gewohnheiten und unser Tun unter die Lupe zu nehmen und zu analysieren, welche Gedanken ihnen vorausgehen. Manchmal sind es unbewusste Glaubenssätze, die wir vor langer Zeit integriert oder übernommen haben. Oft ist es aber einfach nur unbedachtes und unbewusstes Handeln, und der Schlendrian schleicht sich ein.

 

Wenn wir Veränderungen erzielen wollen, müssen wir lernen, anders zu denken, anders zu sprechen, anders zu fühlen und anders zu handeln.

Jeder Tat gehen ein Gedanke und ein Gefühl voraus. Wenn uns ein Charakterzug an uns nicht gefällt, können wir ihn zum Beispiel über längere Zeit beobachten und uns bewusst darauf ausrichten, ihn nach und nach ins Positive zu verändern. Wenn wir neue Menschen kennen lernen wollen, tun wir gut daran, unter Leute zu gehen. Wenn man einen Menschen als Gefährten oder Gefährtin in sein Leben einladen möchte, könnte man auf einer Internetplattform oder auch im wirklichen Leben aktiv werden und sich dort unter Leute mischen, wo man das Gefühl hat, auf Seinesgleichen zu stoßen. Wenn man Gewicht verlieren mag, könnte man endlich den Online-Kurs kaufen, sich in einem Fitnesscenter anmelden, oder aber auch regelmäßig Bewegung in der Natur machen. Wenn man mehr in Frieden mit sich kommen möchte, könnte man meditieren oder ein Coaching bei mir buchen 🙂

Wofür auch immer du dich entscheidest, es braucht eine klare Intention. Eine glasklare Absicht. Und das Ziel darf dabei immer vor Augen gehalten werden. Den inneren Schweinehund zu überwinden, verlangt dem Geist einiges an Arbeit ab. Es ist ein Kraft- und Energieaufwand, denn meist spielen sich im Kopf regelrechte Diskussionen ab, warum man etwas noch nicht oder gar nie machen kann.

Was immer deine schönste Vision von dir SELBST ist, sie ist es, die dich ruft und die sich am Ende deines Lebens bei dir bedanken wird, dass du sie gesehen und verwirklicht hast. Schritt für Schritt. In der Überwindung aller möglichen Hindernisse und Zweifel.

Zum Abschluss möchte ich dir einige Ideen ans Herz legen, wie du lernen kannst, deine Komfortzone zu verlassen. Denn das meiste, was du dir wünschst, liegt außerhalb von ihr. Manchmal braucht es nur einen Schubs. Manchmal den Griff zum Telefon. Manchmal ein Coaching. Manchmal ein Event. Manchmal das Risiko. Manchmal die Investition. Ob es gelungen ist, kannst du im Nachhinein beurteilen.

Aber immer sollte die Freude und dein Bauchgefühl der Motor deines Handelns sein.

 

Versuche es einmal damit:

 

  • Nach jeder warmen Dusche, kalt abzubrausen. Das ist am Anfang eine große Überwindung. Aber nach und nach kann es zu einer absolut erfrischenden und anregenden Erfahrung werden. Ein Tipp am Rande: nur das Ego unterscheidet zwischen Kalt und Warm. Wenn man nicht denkt, dass das Wasser kalt ist, fühlt sich die Temperatur tatsächlich neutraler an.
  • 5 – 10 Minuten bewusste Streck-und Atemübungen in den Tag einbauen. Am besten bei offenem Fenster oder gar in der freien Natur. Das dehnt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Wir gehen durch die Übung unbewusst in unsere Größe und breiten unsere Flügel aus, um zu kommunizieren, dass die Fülle in unserem Leben willkommen ist.
  • Lernen, anderen Menschen Komplimente zu machen. Wenn uns etwas an einem fremden Menschen gefällt, sollten wir den Mut haben, ihm das mitteilen. Es verbreitet eine wunderbare Schwingung und zaubert jedem Betroffenen ein Lächeln ins Gesicht. Ich hab’s ausprobiert 🙂 Und wer weiß, was aus diesem Moment der Verbundenheit entsteht …
  • Etwas, was man noch nie probiert oder gewagt hat, einfach tun. Zum Beispiel eine neue Farbe, einen neuen Stil, nicht nur in den Kleiderkasten einladen, sondern auch mutig tragen. Eine Farbberatung könnte vorab einen guten Dienst leisten. Ich habe mir vor Jahren ein solches Coaching geleistet und finde einkaufen seitdem viel effektiver und interessanter. Zudem haben Farben ein wunderbares Wirkspektrum und können ganz gezielt eingesetzt werden.
  • Etwas Verrücktes oder Ungewohntes tun. Mit dem Bus fahren anstelle des Autos. In der Lobby eines exklusiven Hotels ein Glas Rotwein trinken und die Atmosphäre genießen. Eine Zugreise von Wien nach Venedig und zurück an zwei Tagen realisieren. In acht Stunden ist man dort. Ich hab’s gemacht 🙂

 

Was auch immer du wählst, du hilfst damit Geist und Körper, deine Grenzen zu weiten und in noch ungedachten Bahnen zu denken. Der Bewegungs- und Aktionsspielraum wird dabei nicht nur größer, sondern auch bunter. Und ganz unbemerkt können sich neue, ungeahnte Vorlieben oder Leidenschaften entwickeln, die genau zu dir und deiner besten Version passen.

 

„Wenn du etwas 2 Jahre lang gemacht hast, betrachte es sorgfältig. Wenn du etwas 5 Jahre lang gemacht hast, betrachte es misstrauisch. Wenn du etwas 10 Jahre gemacht hast, mache es anders.“ Mahatma Gandhi

 

Herzliche Grüße

Erika

 

 

 

 

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