Ja, das kennen wir alle. Wir stellen Fragen an das Universum, wünschen uns Antworten und Hinweise, um unseren Weg zu finden, einen Ausweg, oder einfach nur die richtige Richtung im Hier und Jetzt. Unsere Herzenswünsche scheinen absolut klar zu sein und dennoch bleiben Antworten aus. Die Erfüllung unserer Sehnsüchte will sich partout nicht einstellen.

Viele, viele Male war ich an solchen Wegkreuzungen. Manchmal waren die Signale glasklar, aber für manch essenzielle Frage wollte sich die Antwort nicht zu erkennen geben.

Es wäre weise, sich im Vertrauen zu üben, dass sich die Dinge im rechten Moment entfalten, stattdessen tauchen Ungeduld und Unsicherheiten auf. Das Nichtwissen um den nächsten Schritt. Es sind zermürbende Momente. Manchmal verzweifelte und oft zutiefst einsame.

Ich hatte meine großen Fragen dazumal auf einen Spickzettel notiert und jahrelang schien es, als hörte mich mein Universum nicht. Ich zweifelte an allem. An mir. An meinen Herzenswünschen. Am Sinn meiner Existenz.

Jahre später stieß ich auf die Zeilen Rainer Maria Rilkes. Er hatte sie in einem Brief an den jungen Dichter Franz Xaver Kappus gerichtet. Sie berührten mich tief und sind seither unvergessen:

 

Man muss den Dingen 
die eigene, stille 
ungestörte Entwicklung lassen, 
die tief von innen kommt 
und durch nichts gedrängt 
oder beschleunigt werden kann, 
alles ist austragen – und 
dann gebären… 

Reifen wie der Baum, 
der seine Säfte nicht drängt 
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht, 
ohne Angst, 
dass dahinter kein Sommer 
kommen könnte. 

Er kommt doch! 

Aber er kommt nur zu den Geduldigen, 
die da sind, als ob die Ewigkeit 
vor ihnen läge, 
so sorglos, still und weit… 

Man muss Geduld haben 

Mit dem Ungelösten im Herzen, 
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben, 
wie verschlossene Stuben, 
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache 
geschrieben sind. 

Es handelt sich darum, alles zu leben. 
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, 
ohne es zu merken, 
eines fremden Tages 
in die Antworten hinein.

 

Die Jahre vergingen. Und siehe da. Die Antworten auf meine Fragen stellten sich wie von selbst ein. In dem Moment, wo der Impuls stark genug war, traf ich die Entscheidung. Und es fiel mir nicht schwer. Die Entscheidung traf sich wie von selbst.

Die Entscheidungen, die meinem Leben die entscheidende Richtung gaben, wurden aus einem starken Impuls heraus getroffen. Immer.

 

Wenn es keinen starken Impuls gab, gab es für mich nichts zu tun. Das unspektakuläre Plätschern zwischen den großen Entscheidungen ist Teil der Vorbereitung der Impulsgebung. Achtsam zu sein in dieser Zeit, auf die Zeichen zu achten, Augen und Ohren zu öffnen, kann helfen, zu dieser Klarheit zu kommen.

Am schwierigsten scheint es, den Moment abwarten zu können, wo sich WISSEN und Frieden einstellen. Wo das lang ersehnte Licht am Ende des Tunnels erblickt wird.

Es ist nicht einfach Mensch zu sein und die Komplexität der irdischen Existenz zu verstehen, geschweige denn sie zu leben. Sich inmitten der Unruhe des Alltags auf das WESENtliche zu besinnen. Auf das SEELENvolle. Auf das, was uns in der Tiefe berührt und der wahre Motor unserer Existenz zu sein scheint.

Einen Abstand zu den Dingen zu bekommen, hilft. Einen Abstand zu den Fragen. Einen Abstand zu sich SELBST. Es hilft, in die Rolle des Beobachters zu schlüpfen und aus der Adlerperspektive auf das eigene Leben zu blicken. Wenn man das größere Bild vor Augen hat, werden die vermeintlich großen Alltagsfragen nichtig und klein. Und der Druck wird genommen.

Wer sich tagtäglich im Kleinen übt, Entscheidungen nach der Intensität der spürbaren Impulse zu treffen, wird lernen, auch die vermeintlich großen Entscheidungen im Leben mit Vertrauen zu fällen. Und zwar dann, wenn sie im INNERSTEN spürbar sind. Das sind die Momente, in denen uns das Universum unmissverständlich mitteilt, was zu tun ist. Dann WISSEN wir.

 

Mein heutiger Tipp für dich: Vertraue darauf, dass deine SEELE den Weg kennt. Entscheide dich, wenn du von deinem Herzen den Impuls dazu bekommst. Lerne das Leben in all seinen Facetten zu lieben. Das Plätschern des Baches so sehr, wie die Stille des Sees oder den Sprudel des Wasserfalls. Nichts ist unbedeutend.

 

Ich wünsche dir, dass du deiner SEELE vertraust, wissend, dass sie von einer unerschöpflichen Quelle gespeist wird.

Und wenn du trotzdem Fragen hast, oder jemanden brauchst, der mit dir gemeinsam deine Fragen reflektiert, dann melde dich für dein kostenloses Strategiegespräch.

Ich freu‘ mich darauf, deiner Seele zu begegnen.

 

HERZliche Grüsse

Erika

 

 

 

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