Ich liebe Italien. Ich liebe die Kultur. Die Sprache. Die Küche. Die Landschaften. Das Meer. Ich liebe La Dolce Vita – das süße Leben. 2011 bin ich von Frankreich aus nach Pisa und weiter nach Florenz gereist, um einen ersten Sprachkurs zu besuchen. Die italienische Sprache vermittelt für mich eine Leichtigkeit, wie es kaum eine andere vermag. Sie versteht es auf subtile Weise, Fröhlichkeit ins Herz zu zaubern. Und in der damaligen Phase meines Lebens konnte ich diesen Frohsinn mehr als alles andere gebrauchen.

Wieder einmal war ich meiner Intuition gefolgt und fühlte mich königlich im schönen Florenz. Die Stadt verzauberte, inspirierte und nährte mich. Meinen Privatkurs liebte ich. In einer willkommenen Pause lernte ich auf der Sonnenterrasse der Sprachschule Elena kennen. Sie kam aus Moskau und sprach gut Italienisch. Von Anfang an fühlten wir das freundschaftliche Band und sehr bald stellte sich heraus, dass Italienisch die einzige Sprache sein würde, mit welcher eine Verständigung möglich war. Elena sprach kein Deutsch, kein Englisch, kein Französisch. Und ich kein Russisch. Das war eine Herausforderung, waren doch meine Italienischkenntnisse sehr bescheidener Natur.

 

Wir verständigten uns so gut es ging und nahmen an einem Ausflug der Schule teil, auf welchem Elena eine Einladung nach Moskau aussprach. Ich war sehr berührt, kannten wir uns doch kaum zwei Stunden. Allerdings hatte ich auf einigen meiner Reisen Begegnungen dieser Art gehabt. Und wenn ich etwas liebte, dann waren es diese authentischen Kontakte und ebensolche Erlebnisse. Ich versprach Elena, die Reise anzutreten, sobald mein Italienisch besser war. Wir blieben in Kontakt.

Vier Jahre später besuchte mich meine Seelenfreundin in Wien. Sie war auf der Durchreise nach Venedig zu einem weiteren Sprachaufenthalt und so unendlich dankbar für die Einladung. Bei ihrer Abreise meinte sie, diese Reise würde sie immer in ihrem Herzen behalten. Sie sei mehr als besonders gewesen. Ihre Dankbarkeit darüber, bei mir zu wohnen, von mir die Stadt gezeigt zu bekommen und in schönen Cafés zu weilen, werde ich nie vergessen. Ich war sehr berührt über diese tiefe Wertschätzung für die Gastfreundschaft.

Es sollten noch ein paar Jahre vergehen, ehe ich im Januar dieses Jahres den Entschluss fasste, mein Versprechen einzulösen. Ich werde im Juni nach Moskau reisen und Elena besuchen. Und bis dahin mein Italienisch verbessern.

Das war der Grund, warum ich Ende März beschloss, nach Bari zu reisen und einmal mehr in das italienische Ambiente einzutauchen. Allein. Und voller Tatendrang. Ein Rucksack mit dreieinhalb Kilo Inhalt sollte für fünf Tage ausreichen. Ich fühlte mich frei. Und leicht.

 

In Bari am Flughafen angekommen fragte ich einen offensichtlich deutschkundigen Reisenden nach der Verbindung ins Zentrum. Er gab mir freundlichst Auskunft, hatte denselben Weg, stellte sich mir als Gerhard vor und erstaunte mich, als er meinte, er würde meinen Heimatort Kirchschlag in der Buckligen Welt kennen. So klein dieses Österreich auch war, die Bucklige Welt am südöstlichen Rand Niederösterreichs kannte kaum jemand.

Sofort hatten wir einen freundschaftlichen Draht. Wir tauschten Anekdoten aus unser beider Reiseleben aus und entdeckten dabei nicht wenige Gemeinsamkeiten. Am Ende verabschiedete sich Gerhard, der nach Brindisi weiterfuhr und meinte, ich könne am Wochenende gerne einen Ausflug mitmachen. Er würde Besuch bekommen und ein Auto mieten, um Apulien zu erkunden. Das klang verlockend, wenngleich ich damit mein eigentliches Vorhaben einer Italienisch-Aufbesserung sabotierte. Das Schicksal schien anderes vorzuhaben.

Ich verbrachte bei Kaiserwetter zwei herrliche Tage an der Küste, besuchte Polignano al Mare und Monopoli, war bestens versorgt bei Margherita, die mir ein privates Zimmer in Bari vermietete und war letztendlich motiviert, am Wochenende bei dem Road Trip dabei zu sein. In Brindisi angekommen lernte ich Georg kennen, dessen Vater einer kleinen burgenländischen Gemeinde entstammt, welche man von den Feldern des Bauernhofes aus sehen kann, auf dem ich groß geworden war.

Sehr bald stellte sich heraus, dass wir ein perfektes Reisetrio abgaben. Wir waren allesamt Nichtraucher. Wir liebten es zu fotografieren. Wir bevorzugten Qualität vor Quantität. Wir liebten es zu staunen. Und vor allem zu lachen. Und bis zum Ende des Tages war mir klar, dieser Samstag zählt zum Besten, was mir in meinem Reiseleben widerfahren ist.

Zu dem Mix aus Abenteuer, Freiheit, Offenheit und Genuss gesellte sich eine hohe Dosis an Humor, Verbundenheit und Freundschaft. Die Fahrt ermöglichte herrliche Ausblicke auf die Landschaften, Frühlingsblumen erfreuten das Auge, an der Küste taten sich malerische Panoramen auf, und die Einkehr in eine Fisch-Restaurant verschaffte mir ein exzellentes Gaumenerlebnis mit dem besten Thunfisch aller Zeiten.

Dass wir zuvor auch noch Luigi in dessen Haus besuchten, um ihm zum Geburtstag zu gratulieren und von dem köstlichen Kaffeekuchen seiner Mutter naschen durften, während wir einen echten Espresso serviert bekamen, begeisterte meine Abenteurer-Seele, die authentische Begegnungen fernab der Touristenströme liebte. Nein, ich habe an diesem Tag kaum ein Wort Italienisch gesprochen. Dafür umso mehr gelacht. Ich war zutiefst eins mit dem Meeresrauschen, der Meeresluft, dem Sonnenschein, der Natur und fühlte mich aufs Äußerste verbunden mit meinen Reisegefährten.

Punta Prosciutto entlockt mir noch heute ein Lächeln 😊 Der menschenleere Strand muss uns sehnsüchtig erwartet haben, um seine atemberaubenden Schönheiten mit jemandem zu teilen. Der Torre Colimena wollte besichtigt und die Salina dei Monaci, ein Naturschutzgebiet, bewandert werden. Flamingos zeigten sich zwar keine, aber das Licht in der Abendstimmung war göttlich. Den stimmungsvollen Sonnenuntergang schauten wir vom Torre Ovo aus, nachdem wir zuvor ein großzügiges Gelato in einer Eisdiele in Monocizzo geschlemmt hatten.

Auf der Rückfahrt nach Bari wich das natürliche Licht nach und nach einem Künstlichen und im Auto war es alsbald ganz still. Jeder schien beseelt von den satten Erlebnissen eines ganz und gar erfüllenden Tages.

Ich verabschiedete meine Freunde am Bahnsteig in Brindisi, nachdem wir leckere italienische Fritten verzehrt und das Auto an den Vermieter zurückgegeben hatten. Ich war glücklich ob der vielen wunderbaren Eindrücke eines langen Tages. Er war für mich in der Tiefe nährend und ließ mich einmal mehr an das Sprichwort von Ibn Battuta denken: Reisen – es lässt dich sprachlos, dann macht es dich zu einem Geschichtenerzähler.

Tags darauf erzählte ich Margherita von dem einzigartigen Abenteuer. Sie war beeindruckt von all den Fotos, dich ich ihr zeigte und legte mir nahe, an meinem letzten Tag die beiden Städtchen Giovinazzo und Trani nördlich von Bari zu besichtigen. Keine größere Freude hätte sie mir nicht machen können. Ich liebte jedes Detail, einschließlich das Reisen mit der Bahn. Dass ich nebenbei in meinem Online-Business aktiv sein und Kunden betreuen konnte, gab mir das Gefühl immenser Freiheit in einem SINNerfüllten DaSEIN.

Als sich mir schlussendlich auch noch Elise aus Annecy vorstellte, während ich einen Kaffee mit Blick auf den Hafen in Trani schlürfte, war meine Reisefreude perfekt. Sie hatte mich für eine Französin gehalten, und ich hatte nichts dagegen, mit ihr in ihrer Sprache zu sprechen.

EIN GUTER REISENDER HAT KEINE FESTEN PLÄNE UND IST NICHT ERPICHT DARAUF ANZUKOMMEN. Diese Worte Laotses trafen es genau. Meine Reise war ziemlich unvorbereitet. Ich war ohne Reiseführer losgezogen, hatte mich kaum informiert, sondern mir lediglich den Tipp einer Bekannten zu Herzen genommen, zwei Städtchen südlich von Bari zu besuchen. Alles andere wollte ich auf mich zukommen lassen. Und so geschah es auch. Auf die Führung meiner Seele war Verlass.

Noch vor gar nicht langer Zeit hätte ich nie für möglich gehalten, dass es für mich eine Lebensweise geben könnte, in der ich in allen Bereichen meines Lebens maximale Freiheit leben kann. Diesen mir allerwichtigsten Wert. Wenn ich heute meine Berufung, meine Bedürfnisse, meinen Selbstausdruck, meine Beziehung und mein Herzens-Business in dieser freiheitlichen Form lebe, dann weiß ich, dass es für jeden tiefen Herzenswunsch die Entsprechung in physischer Form gibt. Auch für dich.

Alles, was du suchst, sucht dich. Alles, was du dir wünschst, wartet darauf, von dir in Besitz genommen zu werden.

Glaub daran, dass es das Leben gut mit dir meint. Glaub daran, dass du es verdient hast. Und empfange die Lösungen. Ich habe für mich gefunden, was ich lange gesucht habe und bin heute glücklich, Frauen dabei zu unterstützen, diesen Weg der Selbstliebe und Selbstachtung zu gehen, während ich selbst mein Leben genieße und meiner Leidenschaft, dem Reisen, frönen kann

Was wartet darauf, von dir gelebt zu werden? Finde es, nimm es in Besitz und lebe es.

Diese Reise nach Apulien zählt für mich zum Besten, was ich in meinem vielfältigen und reichhaltigen Reiseleben erfahren durfte. Ich werde sie zeitlebens erinnern, und sie wird mir auch in fünfzig Jahren noch ein Lächeln abringen. Einmal mehr bin ich glücklich und dankbar, meiner inneren Stimme gefolgt zu sein.

Wenn du Sehnsucht nach DEINEM Leben hast, komm ins Gespräch mit mir. Wenn du möglich machen möchtest, was in dir brennt und darauf wartet, verwirklicht zu werden, lass uns reden. Ich begleite deine Reise zu dir SELBST mit Empathie, Sensibilität, Kompetenz und Inspiration.

Ich freue mich auf dich!

Herzlichst

Deine Erika

PS: Danke, Gerhard und Georg, für die wundervollen Fotos, die ich in diesem Beitrag verwenden darf. Herzliche Grüße und hoffentlich auf bald!

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