Wenig hat sich für mich in meinem Alltag geändert. Ich habe auch vor dieser Zeit der Einschränkungen von Zuhause aus gearbeitet. Ich bin auch damals meiner Intuition gefolgt. Und ich bin auch sonst in die Natur hinausgegangen, sobald Sonne oder Wind mich gerufen haben. ☀️🌳🌬

Mich haben schon damals Spaziergänger ignoriert und andere freundlich gegrüßt. Und das ist auch heute so. Es gibt Menschen, die den geforderten Meter Mindestabstand penibelst einhalten. Es gibt jene, die das Weite suchen, sobald man sich die Nase putzt, und es gibt andere, die freundlichst grüßen – sogar von der anderen Straßenseite aus, wenn es ihnen ein Bedürfnis ist.👋🗣

Letzteres ist mir heute auf meinem Spaziergang passiert. Ich war auf dem Weg zum Maurer Wald, um Bärlauch zu sammeln, als mir ein Herr mit Hund sein freundlichstes Lächeln und ein ebenso freundliches „Guten Morgen“ von der gegenüberliegenden Seite der Straße aus schenkte. 🙋‍♂️Und nachdem ich bemüht bin, aufmerksam durch die Welt zu gehen, konnte ich es wahrnehmen und erwidern.😊💬

Ich ging meiner Wege und war schließlich glücklich inmitten des satten Grüns am Waldesrand umgeben von einer wohltuend liebevollen Natur. Nachdem ich ausreichend grüne Blätter gesammelt hatte, setzte ich mich auf eine Sonnenbank und genoss die Ruhe.🌱☀️ Wenige Spaziergänger waren unterwegs, und ich lauschte in der natürlichen Umgebung einem fantastischen Vogelkonzert unter blauem Himmel. Ein Specht hämmerte eifrig an einem Baumstamm, ein Kleinflugzeug flog eilig knatternd durch die Lüfte, und ein Zitronenfalter tänzelte fröhlich am Wegesrand. Sein Flügelschlag entlockte mir ein Lächeln.🌳🐦🦋☺️🛩🌿🌲

Und plötzlich stand er wieder vor mir, der Herr mit Hund. Er stellte die beinah rhetorische Frage: „Sie genießen die Einsamkeit?“ „Ich mache das, was ich immer gemacht habe“, gab ich freundlich zurück, und er schien nicht verwundert. Die gute Energie ließ uns in einen heiteren Dialog eintreten. Er erzählte mir alsbald von der Herkunft seines Terriermischlings Bernie, der vor zwei Jahren als ein traumatisierter serbischer Straßenhund zu ihm gefunden hatte. So schlecht ernährt wie er damals war, so wählerisch war er heute. Inzwischen war er zu einem richtigen Gourmet und Gourmand geworden. Ich musste lachen, hatte ich doch augenblicklich das Bild der französischen Küche in meinem Kopf und wollte dem Köter gratulieren. Er hatte es sich auch redlich verdient. Sein Herrchen war d’accord. 🐶🥐🍗🥰

Der Hund würde auch sofort spüren, welche Menschen ihm wohlgesonnen waren, erklärte er mir, als ein Pärchen unseren Weg gekreuzt, und Bernie diesem lauthals nachgebellt hatte. „So ist das, wenn wir unserer Intuition vertrauen“, sagte ich „wir wissen, wer uns guttut. Wir beide hatten uns ja ebenso intuitiv ein freundliches Wort zugerufen, ohne einander zu kennen.“ Der Herr nickte weise wissend, während sich Bernie zu mir gesellte und sich streicheln ließ 🐾🐕🙏

Nachdem durch den Lautsprecher einer Polizeistreife nebenan ein ganzer Maßnahmenkatalog zur aktuellen Situation preisgegeben wurde, erklärte der Herr, dass es in der Umgebung wohl immer wieder Versammlungen von Jugendlichen gab, die Feste feierten. Und wenn sie zwar zu Beginn noch in der Lage gewesen waren, alle Getränke heranzuschleppen, so waren sie am Ende ihrer Ausgelassenheit selten in der Lage, das Leergut wieder mitzunehmen. Er schilderte die Tatsache in einer Weise, die mich berührte, da keine Wertung darin lag, dafür aber viel schöne Poesie, in die er seine Gedanken verpackte. Ich musste lächeln ob der künstlerischen Ader meines Gegenübers.🥰🍾🎨

„Und Sie genießen jetzt Ihren Ruhestand“, fragte ich ihn. „Schon ziemlich lange“, gab er zu verstehen. Ich werde demnächst achtzig.“ „Wie bitte?“ entkam es mir ganz plötzlich, „Das kann ich nicht glauben.“ Vor mir stand ein Herr mit einem unglaublich jugendlichen Esprit, der fit wie ein Turnschuh aussah und wohl auch war. „Verzeihen Sie, wenn ich Ihnen sagen muss, Sie sehen blendend jung aus.“ Die Aussage schien ihn sichtlich zu freuen, und er erzählte mir, dass er lange Jahre in seiner hauptsächlichen Karriere als Jurist in der Polizeidirektion von Wien tätig war. Ich war aufs Neue beeindruckt.👨‍⚖️🚓👟

Es war an der Zeit Abschied zu nehmen. Viele gute Wünsche folgten und mein Berührtsein über das Geschenk einer Begegnung an diesem sonnigen Vormittag des 18. März 2020 nahm ich lächelnd mit nach Hause. 🥰🙏

 

Mit sich selbst in Frieden sein zu können, kann man lernen. Allein Sein kann man lernen – es bedeutet nichts anderes als ALL-EINS-Sein. Es ist die große Sehnsucht eines jeden Menschen. Irrtümlicherweise suchen wir den Zustand dieser Erfüllung im Außen, und natürlich macht es uns in der Tiefe nicht glücklich. Die aktuelle Situation ruft uns auf, nach innen zu gehen. Mit uns zu sein. Gut angebunden, um dadurch das eigentliche WUNDER einzuladen. Das Wunder der Ganzheit. Wenn du Unterstützung brauchst auf dieser Reise zu dir Selbst, dann melde dich gerne.

Schreib mir. Ich bin für dich da, um deine Reise zu begleiten, und freue mich auf dich!

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