Zeit finden. Innehalten. Träumen.

Die Menschheit erwacht zu einem neuen Bewusstsein. Und mit ihr Gaia, unsere Urmutter Erde. Die Erde ist ein zutiefst weiblicher Organismus. Sie gebiert Leben und nimmt es auch wieder, um Neues daraus entstehen zu lassen. Während in den vergangenen Jahrtausenden das männliche Prinzip den Ton angab, so schwingt das Pendel jetzt in seine entgegengesetzte Richtung.

 

 

Die energetische HERRschaft hatte ihre Zeit. Sie darf dem Weiblichen weichen, der Weisheit und Liebe, die das Überleben auf diesem Planeten sichert. Frauen gebären Leben und wissen instinktiv um das Göttliche in allem Leben. Sie heiligen das Leben mit der Sprache ihrer Herzen, der Sprache der Liebe. Die Zukunft gehört dem Weiblichen. Jenen Frauen, die ihren kraftvollen Fokus auf ein neues Gleichgewicht legen und mit ihrem innewohnenden weiblichen Instinkt Heilung auf diese Erde bringen.

 

In diesem Blog-Artikel habe ich sechs Aspekte des instinktiv Weiblichen hervorgehoben. Sie sind eine Einladung an jede Frau, sich mit den angeborenen Eigenschaften auf den Weg zu machen, das ureigene Gleichgewicht wieder zu finden und die Schöpferin in sich zu entdecken.

 

 

6 Aspekte des instinktiv Weiblichen

 

  1. Der innewohnenden Intuition vertrauen

Intuition meldet sich oft als Bauchgefühl. Je besser unser Zugang, desto weiser unsere Entscheidungen. Je weniger wir unsere Intuition durch den Konsum unnötiger Dinge vernebeln, desto klarer ist das Gefühl, das sich zu den Dingen einstellt und desto zufriedener sind wir mit den getroffenen Entscheidungen. Eine starke Intuition leitet uns in allen Lebensfragen. Sie teilt uns mit, was wir wann wo und wie tun sollen. Wann eine Aufgabe zu erledigen ist, ob der Job gekündigt werden muss, welche Menschen uns gut tun, was wir am Besten konsumieren und welcher nächste Schritt ansteht

 

Je mehr Übung wir darin haben, intuitiv Entscheidungen zu treffen, desto verlässlicher wird unsere Beziehung zu dieser innewohnenden Stimme. Eine Frau, die eine intuitiv nachhaltige und allem Leben dienende Entscheidung trifft, leistet Pionierarbeit für das Kollektiv. Sie speist das gesamte Umfeld mit Authentizität, Liebe und Weisheit. Alle profitieren davon.

 

  1. Das Erkennen der wahren Bedürfnisse

Jeder Frau wohnt das Wissen um die wahren Bedürfnisse des Menschen inne. Der Wunsch nach Angenommen-Sein, Geborgenheit und Verbundenheit. Das Bedürfnis, sich auf allen Ebenen gut genährt zu wissen. Eine Frau weiß instinktiv um den unendlichen Schatz an Liebe, den sie zu teilen hat und mit dem sie die große Sehnsucht des Menschen stillen kann. Dafür ist sie gekommen. Es ist ihre Aufgabe. Und sie will sie erfüllen. Allerdings erfüllt sie sie dann am effektivsten, wenn sie sich zuallererst um ihre eigenen Bedürfnisse kümmert. Um die Bedürfnisse nach Ruhe, nach Allein-Sein, nach Natürlichkeit und kreativem Ausdruck. Erst wenn sie ihre eigenen Bedürfnisse gestillt und ihren inneren Speicher gefüllt hat, kann sie das geben, wofür sie da ist: all ihre Liebe und Fürsorge. Frauen geben von Natur aus. Sie sind von Natur aus auf ein DU eingestellt. Sie tragen Leben in sich oder Wissen um die Möglichkeit darum. Das alleine lässt sie in sozialen Schemata denken, fühlen und wirken.

 

Lange Zeit hatte sie die Führung an das männliche Diktat abgegeben. Jetzt aber ist der Moment da, um in die eigene Kraft zu kommen und mutig aufzustehen für die wahren Bedürfnisse des Menschen. In dem Maße wie Frauen beginnen, sich selbst und ihre Bedürfnisse zu achten, in dem Maße bringen sie Ordnung in ihr Inneres. Eine innere Welt, die im Gleichgewicht ist, spiegelt sich auch im Außen.

 

  1. Hingabe an das Leben

Kinder, die man SEIN lässt, sind voller Hingabe an das Leben. Sie folgen auf natürliche Weise den sie umgebenden Energien und wählen am liebsten das Angenehme und Lustvolle. Während einem Jungen eine aktive Form der Hingabe an das Leben innewohnt, ist das Mädchen von subtileren Energien geleitet. Es fühlt. Es wartet ab. Es beobachtet. Es spürt. Es lacht. Es schaut in den Spiegel. Es tanzt. Es kämmt sein Haar. Es liebt Röcke. Es tröstet und ist empathisch. Es ist natürlich weiblich in seiner natürlichen Lust, sich auszudrücken. Und wenn es sein muss, zeigt es seine Krallen, um das zu verteidigen, was ihm selbst zutiefst heilig ist. Es weiß um den Schutz eines starken Herzens und um eine angeborene Wildheit. Wenn man es lässt, lebt das Mädchen seine Hingabe an das Leben ungestüm oder sanft, laut oder leise, je nach Gefühl. Es ist hundert prozentig authentisch in seinem Sein.

 

Sich wieder mit diesem ursprünglich Weiblichen zu verbinden und absolute Hingabe zu leben, daran erinnert uns das kleine, wilde Mädchen. Wir tragen die Erinnerung in uns. Damals vertrauten wir auf unser Gefühl und auf unsere lustvolle Art zu entdecken. Sich authentisch weiblich zu zeigen, mit allen Facetten des Frau Seins, schonungslos ehrlich mit sich und der Umwelt, ist weiblicher Erfolg.

 

  1. Dem Rhythmus des Herzens folgen

Die Frage der Authentizität führt uns zum Aspekt des ureigenen Rhythmus. Wenn wir wollen, dass das Leben auf Erden in einen harmonischen Rhythmus zurückfindet, müssen wir beginnen unseren eigenen zu achten. Jede Frau weiß instinktiv, welches Tempo das ihre ist, um sich harmonisch zu entfalten. Sie kennt den Rhythmus, in dem sie sich am wohlsten fühlt. Ob im alltäglichen Tun, im Urlaub oder beim Sex. Je verbundener eine Frau mit ihrer eigenen Essenz ist, desto klarer ist sie in ihrem SEIN.

 

In der alten Welt und unter männlichem Diktat waren Leistung, Kampf, Druck und Konkurrenz an der Tagesordnung. Das alles mag eine Weile wichtig gewesen sein, doch am Beginn des 3. Jahrtausends wird ein neuer Ton angeschlagen. Ein weiblicher. Der Ton der Harmonisierung, des Ausgleichs und der Nachhaltigkeit. Es gibt nichts zu gewinnen auf dieser Erde. Das Einzige, was am Ende zählen wird, ist der Zuwachs an Bewusstheit. Keine Stufe kann auf diesem Weg übersprungen werden. Wir dürfen darauf vertrauen, dass der Rhythmus unseres Herzens uns genau die Erfahrungen bringt, die wir brauchen, um unsere Lebensaufgabe zu erfüllen. Ob schnell oder langsam spielt keine Rolle. Entscheidend ist, den eigenen Rhythmus zu finden. Damit kann auch das große Ganze wieder in Balance kommen.

 

  1. Lieben und geliebt werden

Frauen haben große Herzen und unendliche Kapazitäten, zu lieben. Ein emotionaler Schmerz mag eine Frau zu Boden drücken, aber nachdem die Wunden geleckt wurden, wird sie wie ein Phönix aus der Asche emporsteigen. Der erlittene Schmerz und die vermeintliche Schwäche bringt sie nur noch tiefer in die Verwurzelung mit ihrer Urmutter, Gaia, und noch tiefer in die Fähigkeit zu lieben. Ihr Schmerz ist Teil der Schmerzen dieser Erde und der Menschheit. Ihre Tränen sind die Tränen aller. Entscheidet sie sich für Wachstum, dann ist ihr radikale Vergebung möglich.

 

In all ihrer Verletzlichkeit und in ihrer Nacktheit will eine Frau lieben und geliebt werden. Geliebt werden in ihrer Schwäche und in ihrer Stärke, mit ihrer Schwäche und mit ihrer Stärke. Eine Frau, die sich selbst alles vergeben und ihre wahre Essenz wieder entdeckt hat, weiß sich geliebt. Sie weiß sich beschützt von ihrem inneren Mann und auch das findet eine gesunde Entsprechung im Außen. Sich in starke Arme fallen zu lassen, und sich vom männlichen Prinzip aufgefangen wissen, ist zutiefst weiblich.

 

  1. Ein schönes Zuhause

Männer planen und konstruieren Häuser. Sie sorgen für das Fundament und für die Stabilität derselben. Frauen gestalten das Innenleben eines Hauses. Sie sind Meisterinnen innerer Welten. Sie wissen instinktiv um die Qualitäten von Geborgenheit und Behaglichkeit. Sie haben ein Gefühl für das Wärmende, das Einladende, die schöne Atmosphäre. Sie wissen, dass Blumen die Schwingung eines Raumes erhöhen, und dass der Duft des frisch gebackenen Kuchens nicht nur ein Kinderherz hüpfen lässt. Sie meditieren beim Stricken oder Malen, und schaffen es meisterlich, sich eingewickelt in eine kuschelige Decke in die Welt der Poesie und Literatur zu versenken. Ein behagliches Zuhause nährt Geist und Seele. Es ist ein Ort des Krafttankens. Ein Ort, in dem kreative Ideen geboren und umgesetzt werden.

 

Wer diesem Zuhause den gebührenden Respekt beimisst, es energetisch rein und in Ordnung hält, bereitet den Boden für Harmonie, Schönheit, Natürlichkeit, Wärme und Geborgenheit. Die Sehnsucht des Menschen, in dieses Zuhause heimzukehren ist groß. Achten wir diese Gabe, die uns inne wohnt. Sie wird diese Welt von Grund auf erneuern.

 

 

Ich wünsche dir als Frau den Mut, dich auf diese Qualitäten einzulassen, sie Stück für Stück in den Alltag zu integrieren und die Frau in dir mehr und mehr zu ehren. Es wird dich und alle transformieren, die mit dir in Berührung sind.

 

Als Mann wünsche ich dir, dass du diese Aspekte des Weiblichen mit einem offenen Herzen durchleuchtest, dich durch diese Darstellung nicht zurückgesetzt fühlst, sondern sie viel mehr als Einladung betrachtest, deine innere Frau zu entdecken, dich mit ihr auszusöhnen und so zu deinem ureigenen Gleichgewicht findest. Die erwachte Frau in ihrem neuen Gleichgewicht wünscht sich nichts sehnlicher als dich, den erwachten Mann, der seinerseits zu einer gesunden Balance zurück gefunden hat.

 

Diese neuen Verbindungen werden diesen Planeten von Grund auf verändern. Vertrauen wir der weiblichen Führung erwachter Frauen, die das Wohl aller im Blickfeld hat.

 

 

Mara Stix hat zur Blogparade "Der weibliche Weg zum Erfolg" eingeladen. Dieser Artikel ist Teil davon.

Wenn der Druck im Leben groß genug geworden ist, dann ist Loslassen oft der letzte und einzige Ausweg. Keine Wand gibt nach, wenn wir dagegen drücken. Erst wer den Widerstand loslässt, fühlt die Entspannung.

 

Deine Seele ruft dich, dich ganz auf deine Bestimmung einzulassen und auf dein Herz zu hören. Es ist jener Weg, der sich leicht für dich anfühlt, weil er für dich und dein Leben ganz und gar maßgeschneidert ist.

 

 

Seinem Herzen zu folgen ist eine bewusste Entscheidung.

 

Was dir dabei helfen kann?

 

  1. Ausreichend Schlaf
  2. Eine Informationsdiät
  3. Zeit in der Natur
  4. Zeit mit deinem Inneren Kind

 

  1. Sorge für ausreichend Schlaf!

 

Ein gut erholter Körper und Geist sind wie ein leeres Gefäß, das darauf wartet mit köstlichem Inhalt gefüllt zu werden. Es birgt den Raum für neue und frische Erfahrungen. Wenn du auf Signale von Müdigkeit achten lernst, respektierst du ein grundlegendes Bedürfnis des Körpers nach Ruhe. Jene Phase, in der wir Erlebnisse verarbeiten, uns regenerieren und wieder zu Kräften kommen. „Der Körper hat immer Recht.“, sagt man. Er holt sich, was er braucht. Wir dürfen lernen, ihm mehr Beachtung zu schenken. Wenn du ausreichend schläfst oder ruhst, sind auch deine Sinne klarer und der Geist wacher. Und du nimmst deine Bedürfnisse besser wahr. Du bist zentrierter, fühlst dich verbunden mit deinem SELBST und im Einklang mit dir. Du nimmst die Umwelt bewusster wahr und bekommst den nötigen Abstand zu aller Unruhe im Außen.

 

Lerne deinen ureigenen Bio-Rhythmus kennen. Du allein weißt, wie viel Ruhe du brauchst. Lass dich nicht von äußeren Vorgaben beeindrucken oder beirren. Ich hatte eine Phase in meinem Leben, in der ich täglich zehn Stunden geschlafen habe. Ja, es kam mir etwas lang vor. Und ich hab‘ mich gefragt, ob das auch normal ist. Aber die Dinge ändern sich auch wieder. Sei unbesorgt. Wer weiß, welche Reisen du im Schlaf unternimmst, und welche Informationen in Träumen zu dir kommen wollen. Träume nähren deinen Seelenweg. Vertrau dem Prozess!

 

 

  1. Setz dich auf eine Informationsdiät!

 

Ein Zuviel an akustischen und visuellen Reizen in unserem Leben ist Müll für den Geist. Unbewusst aufgenommen verstopfen sie die intuitiven Kanäle, die uns allen innewohnen. Sie manipulieren unsere Entscheidungen, rauben uns Energie und lenken uns vom Wesentlichen ab. Lass Fernsehen, Radio und Zeitungen eine Zeitlang außen vor. Lass Ruhe einkehren in deinen Geist. Gib ihm die Möglichkeit, dich mit kreativen Ideen zu versorgen.

 

Gerade sensible Menschen sind sehr schnell überfordert mit Reizüberflutungen jeglicher Art. Ich selbst weiß ein Lied davon zu singen. Solange wir nicht gelernt haben, bewusst damit umzugehen, indem wir vom Beurteilenden zum Beobachter geworden sind, beeinflusst die negative Schwingung jeder SCHLAGzeile unbewusst unser Energiesystem. Und es braucht Übung zu diesem Beobachter zu werden.

 

Achte einmal auf deinen Körper, wenn du eine Zeitung aufschlägst oder den Fernseher einschaltest. Was spürst du, wenn du Überschriften liest oder Bilder betrachtest? Fühle die Energie.

 

Wähle bewusst aus, was du hören oder sehen willst. Wann immer du Freiräume in deinem Geist schaffst, schaffst du Freiräume für deine Seele.

 

 

  1. Geh hinaus in die Natur!

 

Spaziergänge an der frischen Luft sind Balsam für die Seele. Sie bringen dich in deine Mitte. Das Grün der Pflanzen beruhigt den Geist. Die Luft reinigt die Aura und versorgt dich mit Sauerstoff. Zudem kannst du bewusst alles Belastende über deine Füße in die Erde abfließen lassen. Spaziergänge erden, versorgen dich mit der Kraft aus dem Boden und mit Inspirationen von oben. Sie lassen dich die Verbundenheit mit allem Leben spüren. Die Natur lebt. Die Erde ist ein lebendiger Organismus. Segne sie mit deinen Schritten, die du auf ihren Boden setzt.

 

Spaziergänge sind auch zutiefst weiblich. Sie vereinen Langsamkeit, Hingabe und Empathie. Jene Qualitäten, die jede Frau auf ganz natürliche Weise in sich trägt. Auf Spaziergängen können wir sie fühlen lernen. Wer sich der Natur hingibt, kann sich auch dem Leben hingeben und einem Partner. Die Natur nährt dein Herz. Der Pulsschlag der Erde ist mit dem Pulsschlag des Menschen verbunden. Lerne auf ihn zu hören und es wird dir leichter fallen, Herzensentscheidungen zu treffen.

 

 

  1. Hör auf dein Inneres Kind!

 

Wir alle haben es in uns. Das innere Kind. Diesen zweijährigen Jungen oder das zweijährige Mädchen, das noch ganz im Einklang war mit sich und dem Universum. Das sich zwischen den Welten bewegte und Dinge sah, die Erwachsene so gerne als Humbug abtaten. Für dieses Kind war kein Ziel zu groß und kein Traum zu unrealistisch. Alles war ihm möglich. Es war auch jene Zeit, in der wir ganz genau wussten, wozu wir hierher auf die Erde gekommen sind. Unsere Mission war sonnenklar, denn die Verbindung zur Seele war vollkommen intakt.

 

Vielen von uns ist dieser Zugang abhanden gekommen. Und wenn wir uns von unserer eigentlichen Bestimmung entfernt haben, leiden wir bewusst oder unbewusst darunter. Die Seele will uns wieder nach Hause führen, zu unserer Bestimmung und unserer Lebensaufgabe. Und es gibt keinen weiseren Ratgeber in uns, als dieses Innere Kind. Denn es hat voll und ganz aus dem Herzen gelebt und hat sich stets von dieser Energie leiten lassen.

 

Verbinde dich wieder mit deinem Inneren Kind. Nimm dir Zeit auf es zu hören. Auf seine Bedürfnisse und Wünsche. Auf seinen Drang nach spielerisch kreativem Ausdruck. Es wird dir viele Botschaften zukommen lassen, die dir auf deinem Herzensweg dienen.

 

 

 

Wenn du diese vier Tipps beHERZigst, wirst du auf deinem Herzensweg ein gutes Stück vorankommen. Du wirst mehr und mehr spüren, was dir Energie raubt und was dir Energie gibt. Du wirst deiner Wahrnehmung vertrauen lernen und mutige Entscheidungen treffen.

 

Ich wünsche dir, dass du deiner wahren Bestimmung Schritt für Schritt auf den Grund kommst.

 

 

Du brauchst Unterstützung auf diesem Weg, dann melde dich für dein KOSTENLOSES ERSTGESPRÄCH. Ich begleite dich gerne!

 

HERZliche Grüsse

Erika

Unlängst beobachtete ich einen Tropfen Wasser, der am Duschkopf hing und nahm dabei eine interessante Dynamik wahr. Auf  ganz subtile Weise schwang dieser Tropfen auf der vertikalen Ebene auf und ab. Es war offensichtlich, dass er irgendwann fallen würde, aber noch schien er nicht gesättigt. Ich hielt den Fokus eine ganze Weile und tatsächlich, auf einmal und urplötzlich löste sich der satte Tropfen von seinem ursprünglichen Zuhause und stürzte ab. Er vereinte sich mit den vielen Tropfen, die schon vor ihm den freien Fall erprobt hatten. Ich sah darin pure Hingabe.

 

Das Bild wurde mir zur Metapher. Was auch immer wir mit anderen teilen möchten und womit auch immer wir dienen wollen, wir müssen zuerst selbst genug davon haben. Das trifft im Besonderen auf  den Wert der Liebe zu. Genau genommen auf die Selbstliebe. Erst wenn wir richtig satt davon geworden sind, sie bis zum Ende ausgekostet und integriert haben, können wir sie im freien Fall verströmen. Wer nichts davon hat, kann auch nichts geben. Wer bisher glaubte, er hätte stattdessen den Nächsten geliebt, ist vermutlich nicht ganz ehrlich mit sich selbst. Auch das erste Stockwerk eines Hauses braucht ein solides Fundament. Wer nie erfahren hat, was wahre Liebe für die eigene Existenz bedeutet, weiß auch nichts von der Liebe und dem Respekt zum Leben außerhalb seiner selbst.

 

Von Selbstliebe satt werden heißt konkret, einem Leben der Freude folgen. Sich zu gönnen, was einem gut tut. Auf allen Ebenen. Und das so lange, bis man genug davon hat. Viel zu lange sind wir in unserer Kultur dem Gebot der Nächstenliebe gefolgt, ohne über Liebe Bescheid zu wissen. Nämlich der bedingungslosen Liebe zu sich selbst. Allzu lange haben wir uns im Außen orientiert und dabei den Kontakt zu uns selbst verloren. Wir wissen oftmals gar nicht, was uns gut tut und was unsere wahren Bedürfnisse sind. Statt hin zu spüren, was Körper, Geist und Seele brauchen, stürzen wir uns in Befriedigungen und Ablenkungen jeglicher Art. Wir haben den Kontakt zu uns selbst, zu unserem SELBST, der Quelle, verloren.

 

Natürlich können diese Verirrungen auch willkommene Umwege sein, die uns über kurz oder lang zurück auf den Weg der Selbstliebe katapultieren. Wer ausreichend Fast Food gegessen hat und wem nach Jahren des Konsums so richtig schlecht wird, wenn er seine Gesundheit überprüfen lässt, könnte eine großartige Chance bekommen, sich auf den Weg wahrer Selbstliebe zu begeben. Darunter verstehe ich ein ehrliches Hinspüren, was mir im Hier und Jetzt wirklich gut tun würde und womit ich mich ganzheitlich wohl fühle. Das, womit ich mich rundum wohlfühle, ist die Qualität meiner Seele. Sie hat all die Weisheit und das Wissen darüber, was ich brauche, um gesund, glücklich und heil zu sein.

 

Der Verstand hat immer wieder Argumente parat, warum dies oder jenes nicht möglich ist. Nur leider hat er in den wenigsten Fällen Recht. Vor wenigen Tagen übermannte mich am späteren Nachmittag eine unglaubliche Müdigkeit. Mein Körper signalisierte mir ganz klar: „Leg dich hin und ruh‘ dich aus!“ Aber weil das so gut wie nie vorkommt, hatte der Verstand auch gleich Einwände: „Nein, du wirst doch nicht. Es ist 17 Uhr. Und du hättest noch dies und das zu tun. Etc.“ Nachdem ich aber schon einigermaßen geübt bin im Beachten meiner inneren Stimme, habe ich meinen Verstand sehr rasch beruhigt, mich hingelegt und bin prompt eingeschlafen. Nach einer Stunde erwachte ich vollkommen erfrischt und erledigte in Folge mehr, als auf meiner Liste für den Tag notiert war.

 

Nur durch Erfahrungen können wir herausfinden, was wir wirklich brauchen, wer wir sein wollen und welche Ziele wir verfolgen möchten. Der Freude zu folgen, ist dabei der beste Ratgeber. Sie bringt uns mit den Kraftpunkten im Leben in Berührung und hilft uns dabei, unseren Herzensweg zu erkennen und mutig zu beschreiten. Unser Inneres Kind ist dabei unser verlässlichster Begleiter. Es weiß immer, wo seine Freude ist. Ich zum Beispiel bekoche mein Inneres Kind seit Jahren mit seinen Lieblingsspeisen und spüre, wie glücklich ich es dadurch mache. Ich habe meinem inneren Kind auch die Welt gezeigt, denn es wollte ja schon mit zwei Jahren mit einem Köfferchen Reißaus nehmen.

 

Satt werden in der Selbstliebe scheint mir das allererste und wichtigste Gebot für uns Menschen. Es ist für mich der einzig gangbare Weg, um Gefühle von Schuld und Scham konstruktiv zu erlösen. Der Weg zu mehr Selbstliebe ist ein Weg der Freude, der in eine neue Freiheit führt. Er bringt dich „zu dir nach Hause“. Zu deiner Essenz. Zu dem Menschen, der du wirklich bist. Es ist ein Weg, der dich zurück in deine Kraft bringt. Und ob du es willst oder nicht, du wirst Dinge hinter dir lassen, die dir nicht mehr dienen. Du wirst anfangs zögern, aber der Ruf nach mehr Leichtigkeit im Leben wird stärker sein. Du wirst Ballast abwerfen und Energie freisetzen, die dir für all das zur Verfügung steht, was du „wirklich, wirklich“ willst. Du wirst deinen Sinn finden.

 

Selbstliebe drückt sich in jedem Menschen anders aus. Was für den einen richtig ist, bewirkt im anderen genau das Gegenteil. Sich auf die Suche nach der eigenen Wahrheit zu begeben, lohnt. Es ist ein Weg des Staunens über so manche Überraschung. Alte Glaubenssätze werden dabei über Bord geworfen und nach und nach wird das Fass der Selbstliebe gefüllt. Allein durch die Zeit, die du dir und deiner Seele widmest, begegnest du dem wichtigsten Menschen in deinem Leben, mit dem du jede Minute deines Lebens verbringst. Mir dir selbst. Und wenn du es zulässt, mit deinem SELBST. Der Lohn ist die Entdeckung einer nicht versiegbaren Quelle in dir, die dich beständig mit dem versorgt, was dir wahre Freude bereitet und wo du in deiner wahren Lebenskraft bist.

 

Was aber, wenn das Fass voll ist, und die Quelle trotzdem weiter fließt? Ja, dann wird dieses Fass überlaufen und der überbordende Inhalt wird sich in alle Richtungen verströmen. Es wird ganz von alleine passieren. Ohne Anstrengung. Und du kannst es auch nicht verhindern, weil immer neues, lebendiges Wasser aus der Quelle nachströmt. Dann bist du in dir angekommen. In deiner Freude. In deiner Essenz. In der Liebe. Und du wirst wissen, dass so viel davon da ist, dass die einzige Freude die sein wird, deinen Reichtum zu teilen. Du wirst ihn nicht mehr zurückhalten wollen. Und du wirst Nächstenliebe ganz natürlich und selbstverständlich leben.

 

Werde zuerst selbst satt. Erlaube es dir. Werde DU zuerst heil und heilige durch dich alles Leben.

 

Ich freue mich, wenn du deine Erfahrung zum Thema Selbstliebe in den Kommentaren teilst.

 

Wenn deine Seele dich ruft und du nicht weißt, wie du diese Reise zu dir selbst antreten sollst, dann melde dich zu einem kostenlosen Erstgespräch. Gemeinsam finden wir heraus, was dein Herz wirklich wirklich will und wie du es Schritt für Schritt umsetzt.

Kennst du deine Vorfahren? Weißt du, wer sie waren und wie sie gelebt haben? Kennst du ihre Schicksale?

 

Auf der Suche nach dem WAS und WER wir in diesem Leben sein wollen, können wir wertvolle Impulse finden, wenn wir uns auf den Weg zurück zu unseren Vorfahren machen. Wir bekommen dabei nicht nur ein Gefühl tiefer Verwurzelung in unserem ureigenen Familiensystem, sondern lernen auch alle Licht- und Schattenseiten unseres Stammbaumes kennen und verstehen.

 

Gerade wenn wir mit der einen oder anderen Verbindung in diesem Stammbaum hadern, kann uns eine Auseinandersetzung mit unseren Vorfahren und ihren Lebensverhältnissen ganz tiefe Auskünfte über uns selbst erteilen. Ob wir es wollen oder nicht, wir sind mit ihnen allen verbunden und ihr geistig emotionales Erbe wirkt in jedem von uns fort.

 

Wenn wir im Unfrieden sind mit diesem Erbe, sind wir nicht in unserer Lebenskraft. Wir sind auch nicht im Hier und Jetzt, da ein großer Teil der Energie für die unerledigten Dinge abgezogen wird. Und wir können schon gar nicht auf eine friedvolle Zukunft hoffen, da das unerlöste Alte immer wieder unsere Aufmerksamkeit fordern wird und zwar meist auf sehr subtile und unbewusste Weise.

 

Diese Reise in die Vergangenheit kann sich in sehr unterschiedlichen Formen präsentieren. Was zählt, ist die Offenheit, mehr über unsere Wurzeln erfahren zu wollen. Den Rest erledigt das Leben auf sehr intelligente Weise. Wir brauchen auch keine Angst zu haben, dass es uns dabei überfordert. Wenn wir uns die richtige Dosis wünschen, dann wird unserem Wunsch Rechnung getragen werden. Für den einen könnten Träume eine Quelle der Information werden, für den anderen scheinbar zufällige Begegnungen. Oder aber wir lauschen bewusst den Geschichten, die unsere Eltern oder Großeltern, so sie noch am Leben sind, mit uns teilen können.

 

Ich selbst habe mich vor drei Jahren daran gemacht, Geschichten rund um die Familie zu sammeln. Ich habe meinen Eltern lange zugehört und das Erzählte aufgeschrieben. Altes Fotomaterial hat die Geschichten dabei sehr lebendig werden lassen. Bei genauer Betrachtung der Bilder verbunden mit dem Wissen über die Schicksale der Ahnen, hat sich ein Mitgefühl für meine „Sippe“ und für meine eigene Existenz entwickelt. Ich habe meine Schwierigkeiten in diesem Leben viel besser verstehen gelernt und konnte mir vieles verzeihen.

 

Oft genug sind Väter nicht vom Krieg heimgekehrt, oft genug sind Mütter bei der Geburt ihrer Kinder gestorben, oft genug haben andere Schicksale tiefe Trauer über die Familien gebracht. Und sehr oft gab es nicht genug Liebe und Zuwendung für die Kleinsten, weil der Kummer  das eigene Leben dominiert hat. Wenn man für dieses Erbe ein Verständnis entwickeln kann und wenn es uns gelingt, in unseren Urvätern und Urmüttern die kleinen verunsicherten Kinder wahrzunehmen, die sie einst waren, dann kann Heilung auf einer ganz neuen Ebene stattfinden.

 

Diese Auseinandersetzung kann uns auch wertvolle Auskünfte über tief verankerte Glaubenssätze geben, die sich von Generation zu Generation übertragen haben. Niemand hat sie in Frage gestellt und also war das Leben gemäß dem Glauben, den man in sich trug. Allein diese Beschäftigung lohnt, weil sie uns ein ganzes Stück weiter bringen wird. Aha-Erlebnisse werden dabei nicht ausbleiben. Und vielleicht sind wir die Ersten in unserer „Sippe“, die einen Durchbruch in einem Bereich erzielen, den sich zuvor nie jemand erlaubt hat. Wenngleich die Sehnsucht danach bestimmt groß war.

 

Oder aber es gab tiefe Angstthemen, sehr oft die Existenz betreffend. Auch das ist in den Zellen unseres Familiensystems gespeichert und wurde also an uns weiter gegeben. Wenn wir wirklich frei davon werden wollen, sind wir aufgefordert uns diesen Gefühlen zu stellen, Blockaden zu durchbrechen und alles Hinderliche zu beseitigen. Nicht im Sinne von loshaben wollen, sondern im dankbaren Zurückgeben an die Quelle. Es ist oder war ein Teil von uns und hat uns geholfen, vollständig zu werden. Und jetzt dürfen wir uns auf das Neue mit mehr Leichtigkeit und Freude ausrichten.

 

In Zeiten kultureller Entfremdung und Entwurzelung scheint es so wichtig, sich mit diesen Kräften der Vergangenheit bewusst zu verbinden. Denn obwohl die Verbindungen immer da sind, braucht es eine Absicht, um all das Gute und Wertvolle in unser gegenwärtiges Leben hereinzuholen. Die Energie des Alten lebt in uns fort und wenn wir es annehmen können, dann stehen uns unsere Ahnen mit ihrer Kraft und Weisheit heute in unserem Leben zur Verfügung. Ihr Blick auf uns ist ein wohlwollender. Sie wünschen sich nichts sehnlicher, als dass wir ein Werk, das sie einst begonnen haben, zu Ende zu bringen. Oder aber sie wünschen sich, dass ein Werk, das sie aus unterschiedlichen Gründen nie verwirklichen konnten, durch uns lebendig wird.

 

Eine Auseinandersetzung mit der Geschichte unserer Familie ist ein Prozess der Vergebung. Er macht uns frei für das Hier und Jetzt und für unser „ureigenes“ Leben. Er setzt Energien frei für das, was wir wirklich in dieses Leben bringen wollen. Er bringt uns auf die Spur unseres ganz individuellen Lebenstraumes. Nach dem, was sich die Seele für dieses Leben vorgenommen hat. Die Seele ist immer vollkommen und mit allem in Frieden. Sie ist unbeeindruckt von den Dramen, die sich abgespielt haben mögen, denn sie weiß, dass trotz vieler Schwierigkeiten oder gerade deshalb im Leben sehr viel Lichtvolles entstehen kann.

 

Wenn wir vom Leben zuerst gebeutelt und dann geläutert werden, entwickeln wir alle Ressourcen, die es braucht, um den Stürmen des Lebens standzuhalten. Der Schmerz bringt uns tiefer in die Erde und ermöglicht so eine Verwurzelung, die es erlaubt, hoch hinaus zu wachsen. Dem Licht entgegen.

 

Die gegenwärtige Zeit erfordert ein Hinschauen, eine Reinigung und Klärung auf allen Ebenen. Wir dürfen uns dieser Aufgabe mutig stellen. Zum Einen, weil wir alle Voraussetzungen mitbringen, um unsere Herzenswünsche in Folge verwirklichen zu können. Zum Anderen, weil es Teil unserer Verantwortung ist, den Boden für eine neue Erde zu bereiten. Alle, die nach uns sein werden, werden sich gesegnet fühlen.

 

Ich wünsche dir für diese Reise in die Vergangenheit den Mut eines Kriegers, die Fürsorge einer Mutter und die Offenheit eines Kindes. Wenn du dich von deiner Seele leiten lässt, wird diese Reise eine Reise der Wunder werden und du wirst Schätze heben, von denen du zuvor nur geträumt hast. 

 

Kaum ein anderer Tag bietet sich besser an, um seinem inneren Kind zu begegnen, als der Muttertag. Jeder Mensch dieser Welt hat sie, die Mutter. Wir wurden alle aus einer Mutter geboren. Ob Mann oder Frau, ob Junge oder Mädchen. Nicht jede Frau gebiert, nicht jede Frau schenkt Leben, aber die Qualität der Mutter wohnt uns allen inne. Selbst wenn uns die eigene Mutter früh genommen wurde, so hat jemand ihre Rolle übernommen. In irgendeiner Form haben wir erfahren, was Fürsorge ist, sonst hätten wir es nicht bis hierher geschafft und könnten diesen Blog-Artikel nicht lesen.

 

Nun, da wir erwachsen sind, sind wir täglich mit dieser inneren Mutter in Resonanz. Natürlich auch mit unserem inneren Vater, aber heute soll das Mütterliche besondere Erwähnung finden. Egal welche Qualitäten wir von unserer Mutter übernommen haben, sie leben in unserer inneren Mutter fort. Das Bild der inneren Mutter, wenn es unserem Ideal auch nicht entspricht, können wir verändern. Jeder von uns ist bestimmt schon einmal einer dieser großartigen Frauen begegnet, deren Ausstrahlung von Weichheit, Weisheit, Stärke und Liebe durchtränkt war. In deren Nähe fühlt man sich wohl, sicher und geborgen. Sie inspirieren unseren Archetyp der Mutter. In solchen Begegnungen bekommen wir eine Gelegenheit, unser Mutterbild zu vervollkommnen.

 

Trotz widriger Umstände im Leben und trotz der vielen Herausforderungen, denen wir uns als Kind stellen mussten, hat sich das Leben durchgesetzt. Es hat uns immer vorwärts geschubst. Meist waren wir dabei unbewusst, aber etwas in uns hatte diese Stärke, wachsen oder auch „nur“ überleben zu wollen. Ist das nicht erstaunlich? Ich finde, es ist WUNDERbar. Es hat mit Größe zu tun. Einer Größe, die jedem von uns inne wohnt.

 

Es gibt diesen Satz eines Autors, dass es nie zu spät sei für eine glückliche Kindheit. Ich glaube das auch. Allerdings müssen wir dafür etwas tun. Wir müssen unserem inneren Kind wieder begegnen und ihm diese glückliche Kindheit ermöglichen. Das innere Kind sieht sich tagtäglich der inneren Mutter gegenüber, stellt manchmal Forderungen, ist manchmal überfordert, ist manchmal tieftraurig und dann auch wieder froh. Es fühlt sich oft genug unverstanden und dieses Gefühl wird auch immer wieder im Leben auftreten. Es ist unser inneres Kind, das in Not geraten ist und wir sind die einzigen, die Verständnis für die Not des inneren Kindes entwickeln können. Niemand sonst versteht seine Geschichte. Wir sind die einzigen, die jede Sekunde dieses Lebens mit unserem inneren Kind verbracht haben.

 

Der Kleine und die Kleine in uns, leben im Großen und der Großen fort. Und wann immer wir in einen Gefühlsstrudel hineingeraten, der mit Angst, Zorn, Wut und Trauer zu tun hat, dann ist unser inneres Kind verunsichert, verletzt oder beleidigt. Es war auch damals wütend. Es war auch damals traurig. Und es hatte auch damals Angst. Und viel zu oft konnte es dieses Gefühl nicht adäquat ausdrücken. Aus Selbstschutz hat es sich zurück genommen. Eigentlich aus Selbstliebe. Aus Liebe zu uns selbst haben wir damals all das getan oder unterlassen, was eben passiert ist. Ist nicht auch das WUNDERbar? Aus Liebe zu uns selbst …

 

Wenn ich das so schreibe, dann entsteht in mir das Gefühl, dass wir uns selbst viel öfter Rosen streuen sollten und sei es nur symbolhaft. Jeder von uns war sich selbst in jeder Sekunde seines Lebens so nah, dass er aus dieser Liebe zu sich selbst heraus gehandelt oder eben nicht gehandelt hat. Ja, viele Tränen wurden unterdrückt, so manches Wort wurde nicht ausgesprochen und so manche Verhaltensweise wurde unterbunden. Es scheint, als wäre all das eine Bremse für unsere Entwicklung gewesen. Aber jede Mutter, und jeder Vater hat das Bestmögliche gegeben. Und auch du und ich haben stets unser Bestmögliches gegeben. So gut wir es in jenen Momenten eben konnten.

 

Und das tun wir auch heute noch. Wenn wir allerdings mehr Verständnis für uns selbst entwickeln wollen und diese glückliche Kindheit nachholen wollen, dann ist die Begegnung mit unserem inneren Kind von ganz großer Wichtigkeit. Wer sonst könnte den Schmerz, den wir in uns tragen, nachvollziehen können? Wer sonst könnte unsere Freude verstehen? Natürlich haben wir mit der Freude meist kein Problem. Jedem fällt es viel leichter, in der Freude zu sein, als in den vermeintlich negativen Gefühlen. Und dennoch, der eigentliche Schatz liegt in Letzterem. Da liegt die Kraft für Wachstum. Die Kraft, um über uns hinauszuwachsen. Die Kraft für Transformation. In der Annahme des inneren Kindes, in der Annahme seines Schmerzes, im achtsamen Hinschauen und im Vermeiden von Verurteilungen wird dieses kleine Kind in seiner Essenz gesehen. Es wird wichtig. Und allein durch diese Akzeptanz und dieses Mitgefühl passiert in uns eine Wandlung. In genau diesem Moment, da wir dieses innere Kind auf den Schoβ nehmen und uns um seinen Seelenschmerz kümmern, passiert das WUNDER.

 

Genau dann passiert eine Veränderung in uns. Es kehrt Ruhe ein. Es ist gut. Es braucht nichts anderes. Es braucht nicht den Griff zur Zigarette. Und auch nicht den Griff in den Kühlschrank. Nicht den Frust-Kauf und auch sonst keine Ablenkung. Allein durch das Verständnis für das Gefühl dieses kleinen unschuldigen Kindes, entsteht ein Raum der Ruhe und des Friedens. Des ALL-EINS-SEINS. Und ist es nicht gerade diese Sehnsucht nach Eins-Sein, die in jedem von uns wohnt? Der Wunsch, mit sich selbst und der Welt im Frieden zu sein?

 

Ich habe heute mit meinem inneren Kind einen Spaziergang gemacht und es fielen mir die vielen weißen Blüten an den Sträuchern auf. So als hätte der Frühling rechtzeitig zum Muttertag sein unschuldiges Weiß aus den Zweigen geholt. Und der Gedanke kam mir, dass dieses Weiß für die Unschuld dieses inneren Kindes steht. Diese Unschuld ist immer mit uns. Und durch unser inneres Kind möchte sie sich Gehör verschaffen. Wenn wir wollen, können wir lernen, auf unser inneres Kind einzugehen. Es auf allen unseren Reisen im Leben mitzunehmen. Es ist eine Beziehung, die wir kultivieren können, wie die Beziehung zu einem lieben Menschen. Wir können lernen, unsere Dankbarkeit auszudrücken oder einfach nachzufragen, was es im Hier und Jetzt braucht: Zuwendung oder Stille? Ein Spiel oder einen Spaziergang? Das Lieblingsgericht oder einen Ausflug? Bunte Kleider oder Blumen in der Vase? Handwerken, Ordnung schaffen oder Tanzen?

 

Innehalten. Durchatmen. Nachspüren, was das innere Kind jetzt braucht. Meist will es in die Leichtigkeit gehen. Oft will es lachen. Es sucht die Freude. Wenn wir in der Freude sind, sind wir mit unserem inneren Kind verbunden und im Frieden.

 

 

Ich wünsche dir, dass du deinem inneren Kind mit einem offenen Herzen begegnest. Ich wünsche dir viele freudvolle Momente. Und ich wünsche dir, dass du das WUNDER geschehen lassen kannst, glücklich und im Frieden zu sein.

 

Neueste Kommentare

13.06 | 13:10

Ich freu' mich, Inés, wenn die Botschaft angekommen ist. Alles Liebe!

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12.06 | 18:59

Der vorletzte Absatz ist einfach himmlisch formuliert!

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18.05 | 21:36

DANKE

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18.05 | 21:27

Das freut mich, liebe Steffi! Es ist sooo wichtig, unser inneres Kind zu verstehen. Ich wünsche dir viele einfühlsame Begegnungen mit ihm. Liebe Grüsse, Erika

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